Soziale Evolution in Analogie zur gengesteuerten Darwin'schen Evolution - Ein Modell von Dawkins (siehe Buchtipps)

 

"Meme" nach Dawkins

 

Die Evolution im Pflanzen- und Tierreich ist seit Darwin und der Entdeckung der Chromosomen und Gene theoretisch mehr und mehr verstanden.

Der britische Evolutionsbiologe Dawkins wurde 1976 mit seinem Buch "The selfish gene" ("Das egoistische Gen") bekannt,
in dem er erstens herausarbeitete, dass die Gene - und nicht die Lebewesen - als die ursächlichen Treiber der Evolution gesehen werden können, da sie es sind, die, z. B. durch Mutationen, geändert werden. Die Lebewesen seien "nur" die Vermehrungsmaschinen, deren Wirksamkeit aber wiederum von den Genen bestimmt sei.

Zweitens betrachtete er die Entwicklung der sozialen Verhaltensmuster, also dem Verhalten, das im weitesten Sinn das Vorhandensein eines Gehirns voraussetzt, wie z.B. Mimik / Gestik / Laute / Sprache.
So haben sich Balzverhalten, Rangordnungskommunikation, Brutpflegeverhalten, und z. B. die Gesänge der Vögel und die Sprache des Menschen ständig entwickelt.
Wie funktioniert das?
Dawkins zieht die Analogie zu den Genen, die er verallgemeinernd Replikatoren nennt, und deren Weiterentwicklung er aus statistischen Grundlagen ableitet, d. h. den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit folgend. Im "biologischen Softwarebereich" benennt er die Replikatoren "Meme".
Einige Inhalte seiner Überlegungen werden im folgenden erläutert.

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