neugeschaffene Position bei der DB:  Ines Janel Lärmschutzbeauftragte

 


 

"DB macht Dampf beim Lärmschutz"
 

 
  Ines Jahnel, Lärmschutzbeauftragte der Deutschen Bahn
Quelle: mobil 12/2012

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Bahn in ihrer Monatszeitschrift "mobil" ihre aktuelle Strategie zum Lärmschutz, dessen Bedeutung sie durch die Schaffung der Position des Lärmschutzbeauftragten zum August 2012 unterstrichen hatte. Die Rostocker Verkehrstechnik-Ingenieurin Ines Janel leitet hiermit "ein neugeschaffenes Projekt, welches die verschiedenen Akteure in diesem Bereich besser verzahnt" ("für die DB-Waggons... DB Schenker Rail..., für Fahrweg DB Netz, für Neuerungen und Zulassungen DB Systemtechnik"; sowie Behörden für Zulassungen und Planungszeiten, Finanzierungsfragen u.a.).

Es folgen einige Zitate und Inhalte aus dem Artikel

"Trotz steigenden Verkehrsaufkommens will die Bahn im Vergleich zum Jahr 2000 die Lärmbelastung für die Anwohner bis 2020 halbieren. Wie soll das gehen? Durch bessere Koordination, durch 'Bündeln', wie Jahnel sagt, manchmal auch durch die Erzeugung von Druck. Und vor allem dadurch, dass technische Innovationen vorangetrieben werden und zum Einsatz kommen."

"Eine einheitliche, alle Geschäftsfelder umspannende Lärmstrategie mit verbindlichen Zielen wird Jahnel entwickeln und die Umsetzung mit voranbringen."

"Es geht nicht darum, der Kummerkasten der Nation für alle Lärmgeplagten zu sein. Es geht vor allem darum, die Anliegen der Betroffenen bei der Erarbeitung der Lärmstrategie einfließen zu lassen."

Zum Fahrplanwechsel 2012/2013 soll das neue "lärmabhängige Trassenpreissystem" greifen. Auf die "Flüsterbremse" umgerüstete Waggons erhalten einen Bonus, laute Waggons müssen bezahlen.

Die "wirtschaftliche Lösung für den bestehenden Wagenpark"..."die sogenannte LL-Sohle [die 10 dB Lärmreduzierung bringt], könnte schon im kommenden Jahr eingesetzt werden, sofern der Internationale Eisenbahnverband sie zulässt" (Hintergrundinformation: Für das Lärmsanierungsprogramm werden jährlich 100 Mio. € ausgegeben, die komplette Umrüstung der 180 000 in Deutschland fahrenden Waggons dürfte mit Stückpreisen der LL-Sohle von knapp 2000 € um die 300 Mio. € kosten. Heute sind 7000 Waggons umgerüstet oder neu).
 
"Weitere neue Technologien werden das Portfolio der Lärmsanierung erweitern. Durch Hochgeschwindigkeitsschleifen von Schienen sinkt der Lärm um drei Dezibel. Dämpfer an Schienenwegen wurden ebenfalls erfolgreich erprobt. Und nicht überall müssen Schallschutzwände mehrere Meter hoch wachsen. Gleisnahe, niedrige Schallschutzwände können in Abhängigkeit von Topografie und Entfernung der Wohnbebauung mancherorts ausreichenden Schutz herstellen. 'Jetzt gilt es, für diese innovativen Techniken im kommenden Jahr die Zulassung zu erreichen', meint Jahnel."

"Die Deutsche Bahn macht Dampf in Sachen Lärmschutz. Allerdings müssen alle an einem Strang ziehen,um eine nachhaltige Verbesserung für die Anwohner zu erreichen." 

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Stand 12/2012