Die Bürgerinitiative "Innovativer Lärmschutz Riedbahn-Ost / Neuostheim" für nachhaltigen Lärmschutz

 

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Unsere Ziele                                                 



1. Im Zusammenhang mit der geplanten Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim fordern wir für Mannheim einen Güterverkehr-Bypass in Tunnelbauweise.

Hintergrund:
Die durch das Rheintal führende Europastrecke Rotterdam-Genua ist eine der meistbefahrensten Europas und von großer Bedeutung für den transnationalen Güterverkehr. Einer der vorhandenen Engpässe liegt im Mannheimer Raum. Eine zweigleisige Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim mit einer Nacht-Kapazität von 160-200 Güterzügen (ein Zug alle drei Minuten) befindet sich in Planung. In der sogenannten "Korridorstudie" wurde eine Trasse vorgeschlagen, die nördlich von Mannheim in die Riedbahn einmünden soll, ohne eine Möglichkeit, den zusätzlichen Güterverkehr außerhalb des Stadtgebietes zum Güterbahnhof oder daran vorbei zu leiten.
Wir halten diesen Vorschlag aus Sicherheits- und Lärmschutzgründen für die Anlieger für nicht zumutbar. Eine zunehmende Zahl von Gefahrguttransporten durch Stadtgebiet zu führen erhöht das Sicherheitsrisiko, da Unfälle nicht sicher auszuschließen sind. Eine Vervielfachung des nächtlichen Güterverkehrs kann durch Lärmschutzmaßnahmen bei weitem nicht ausgeglichen werden, sodass eine unzumutbare Zunahme der Lärmbelastung zu erwarten wäre. Ein lauter Güterzug strahlt in 20 m Entfernung bis zu über 80 dB(A) Lärm ab, eine Lärmschutzwand bringt gemittelt nur um die 10 dB(A). 

2. Als Zwischenlösung fordern wir für Neuostheim Lärmschutz, der die heutigen medizinischen Kenntnisse zur gesundheitsschädigenden Wirkung von Bahnlärm berücksichtigt, und städtebaulich verträglich ist. Dafür kommen z. B. verkehrsbeschränkende Maßnahmen in Frage.

Hintergrund:
Wegen des bereits begonnenen zweigleisigen Ausbaus der östlichen Riedbahn wurde 2014 mitgeteilt, dass für Neuostheim Lärmschutzmaßnahmen gemäß "Lärmvorsorge" vorgesehen seien (zur Begriffserklärung s. Erläuterung des Verkehrsministeriums). Im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojektes waren 2010-2011 auch in Neuostheim Schienenstegbedämpfer und eine Mini-Schallschutzwand  für das eine vorhandene Gleis eingebaut worden. Diese Einzelmaßnahmen senkten den Lärm um 4,5 dB(A). Diese und andere innovative technische Bausteine können die Lärmwirkung senken, allerdings nur um wenige dB(A).
Lärmschutzwände und Schallschutzfenster sind keine nachhaltigen Lösungen, schon gar nicht für die geplanten hohen Zugzahlen.
Als Zwischenlösung - vor Inbetriebnahme der Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim - kommen deshalb Verkehrsbeschränkungen wie Nachtfahrverbote für nicht auf Verbundsohle umgerüstete Güterzüge oder Geschwindigkeitsbeschränkungen in Frage. Dies hat - deutschlandweit - die aktuelle Regierung in ihrer Koalitionsvereinbarung so vereinbart, sofern bis 2016 nicht die Hälfte aller Güterwaggons umgerüstet sei.




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