Bewußtsein - Zwang oder Freiheitsgrad? Scheideweg der menschlichen Entscheidungsfreiheit

 

Bewußtsein als Suche


 

Quelle: GEO kompakt Nr. 28, "Intelligenz, Begabung, Kreativität", 2011



Das evolutionsbiologisch entstandene Bewußtsein des Menschen, mit seinen Facetten rationales und emotionales Denken, Fähigkeit zur Zukunftswahrnehmung, geistiger Kontaktaufnahme mit Anderen, Weitergabe von Wissen und Traditionen an die Folgegeneration (gesellschaftliche Evolution) und Selbstreflexion hat ihm zu einer Macht verholfen - einer mit zunehmender Geschwindigkeit wachsender Macht, die heute einen schöpfungs- und selbstzerstörerischen Grad erreicht hat.
Nach drei Diktaturereignissen des letzten Jahrhunderts, die jeweils eine zweistellige Millionenzahl an Opfern forderten (Hitler, Stalin, Mao), "geschehen" auch heute Vorgänge aller Art auf regionaler und zunehmend globaler Ebene, die offenbar außer Kontrolle sind, wie Terrorismus und Kriege, Bevölkerungswachstum, Hunger, Klimawandel, globale Finanzkrise, Eurokrise, Auseinanderdriften der Gesellschaft in Bildung / Wohlstand / Menschenrechten - alles Vorgänge, die allgemein und recht unumstritten als negativ angesehen werden.

Unter der Arbeitshypothese, dass der Mensch mit seinem Bewußtsein eine Entscheidungsfreiheit hat, "geschehen" diese Ereignisse natürlich nicht "von selbst", sondern sind genau von diesem Bewußtsein, in kollektiver Form, verursacht.
Damit befinden wir uns mitten in der Wertediskussion, sowie der Frage nach der Umsetzung von Werten.